Petersilie: Nährwerte, Kalorien, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Petersilie: „Hättest Du’s gewusst?“
Was ist Petersilie?
Petersilie (bot. Petroselinum crispum) gehört hierzulande zu den am meisten verwendeten Kräutern. Je nach Region ist sie auch unter dem Namen Peterle, Suppenwurzel oder Peterling bekannt. Ursprünglich stammt die Petersilie aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien, wird aber heute weltweit angebaut. Auch im Garten oder der Fensterbank lässt sich das winterharte Kraut gut ziehen und schenkt uns dann zwischen Juni und November stetig nachwachsende aromatische Stiele und Blätter.
Je nach Petersilienart haben die Blätter entweder eine gewellte, krause Form mit vielen Blattspitzen (krause Petersilie) oder flache, glatte Blätter (glatte Petersilie), die sich auch geschmacklich etwas unterscheiden. Glatte Petersilie enthält nämlich etwas mehr ätherisches Öl, sodass sie ein wenig würziger schmeckt als die mildere, krause Variante. Eine Unterart der Petersilie, die Wurzelpetersilie oder Petersilienwurzel, ist häufig als Bestandteil von Suppengemüse erhältlich. Wurzelpetersilie hat ähnlich glatte Blätter wie die glatte Petersilie. Allerdings sind diese etwas größer. Ihre weiße Wurzel erinnert ein wenig an Pastinake und schmeckt vor allem in der Winterzeit gut.
Interessanterweise ist Petersilie aber nicht nur als frisches, grünes Küchenkraut beliebt, sondern wird bereits seit Jahrhunderten auch als Heilpflanze gegen verschiedenste Leiden eingesetzt.
Petersilie: Kalorien & Nährwerte
Petersilie gilt als heimisches Superfood, denn sie enthält neben wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen vielfältige Antioxidantien und ätherisches Öl, die unserem Körper guttun. Petersilie hat folgende Kalorien und Nährwerte:
Nährwerttabelle Petersilie: Durchschnittliche Nährwerte pro 100 g
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Energie
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253 kJ (60 kcal)
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Wasser
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81,54 g
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Eiweiß
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4,43 g
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Fett
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0,63 g
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Kohlenhydrate
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7,38 g
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Ballaststoffe
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4,25 g
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Mineralstoffe
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1,68 g
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Petersilie: Inhaltsstoffe
Top-Inhaltsstoffe von Petersilie
Petersilie ist ein echter Superstar unter den Vitamin-C-Lieferanten: Die "Vitamin C-Bombe" enthält mehr als 3x so viel Vitamin C wie Zitronen. Auch wenn wir das Gewürz eher in kleineren Mengen verzehren, kann es daher ganz gut zur Bedarfsdeckung beitragen und z. B. unser Immunsystem unterstützen.
Auch beim Beta-Carotin-Gehalt liegt Petersilie ganz weit vorne. Beta-Carotin ist als wirkungsvolles Antioxidans bekannt und trägt so dazu bei, unsere Zellen vor freien Radikalen zu schützen. Gleichzeitig kann es von unserem Körper in Vitamin A umgewandelt werden, sodass Petersilie auch unseren Augen, der Haut- und Schleimhaut guttun.
Petersilie enthält ätherisches Öl, dem antioxidative und anti-entzündliche Eigenschaften nachgesagt werden. Gleichzeitig soll es antibakterielle sowie harnreibende Wirkungen haben.
Das steckt in 100 g Petersilie
*Das P/S-Verhältnis beschreibt das Verhältnis von mehrfach ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren in der Ernährung (englisch: Polyunsaturated/Saturated). Ein idealer Wert liegt bei 1,0.
Ist Petersilie gesund?
Die zarte Petersilie ein echtes Kraftpaket für unsere Gesundheit, denn sie liefert gleich eine ganze Palette wichtiger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bei den Vitaminen sind insbesondere Provitamin A, Vitamin C, Folsäure und Vitamin K in nennenswerten Mengen enthalten. Vitamin C übernimmt neben seiner Rolle als zellschützendes Antioxidans wichtige Funktionen im Rahmen der körpereigenen Abwehr und Kollagenproduktion. Darüber hinaus ist es für die Gesundheit der Knochen und Zähne essenziell. Vitamin K wird ebenfalls für den Knochenstoffwechsel benötigt, ist aber vor allem für seine Rolle bei der Blutgerinnung bekannt. Provitamin A wird von unserem Körper in Vitamin A umgewandelt und leistet so einen Beitrag für die normale Zellteilung, den Sehvorgang und die Immunfunktion.
Bei den Mineralstoffen und Spurenelementen punktet Petersilie u. a. durch seinen Gehalt an Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen und Zink. Diese sind für das Elektrolyt-Gleichgewicht, eine gute Sauerstoffversorgung und die Reizweiterleitung in Muskeln und Nerven wichtig.
Dem ätherischen Öl der Petersilie werden entzündungshemmende, schleimlösende und verdauungsfördernde Wirkungen zugesprochen. Zudem wird Petersilie (z. B. als Teeaufguss) aufgrund seiner harntreibenden Eigenschaften geschätzt und sogar bei Mundgeruch und Insektenstichen eingesetzt. Interessant ist Petersilie zudem aufgrund ihres Gehalts an antioxidativen Flavonoiden, die u. a. immunstimulierende Effekte haben sollen.
Petersilie enthält antioxidative Flavonoide wie Quercetin, das derzeit als sogenanntes Senolytikum erforscht wird, das seneszente Zellen bekämpfen und so ein gesundes Altern unterstützen soll.
Petersilie: Lagerung
Die Lagerung und Haltbarkeit der Petersilie sind unterschiedlich, je nachdem, ob sie als Topfpflanze, Bund oder getrocknetes Gewürz gekauft wird. Bei guter Pflege lassen sich Blätter und Stile der Topfpflanze wochenlang ernten. Da Petersilie keine pralle Sonne mag, sollte sie am besten an einem halbschattigen Ort Platz finden.
Frisch als Bund gekauft, halten sich die Zweige im Kühlschrank nur einige Tage. Vor allem glatte Petersilie ist recht sensibel und neigt dazu, schnell matschig zu werden. Um Blätter und Stiele möglichst lange knackig zu halten, kannst Du sie in ein feuchtes Tuch einschlagen. Alternativ lässt sich das Petersilienbund auch in ein Glas Wasser gestellt im Kühlschrank aufbewahren.
Wer Petersilie noch längere Zeit nach der Ernte genießen möchte, kann sie wahlweise trocknen oder einfrieren bzw. im Supermarkt direkt bei den getrockneten Kräutern zugreifen.
Petersilie einfrieren
Petersilie eignet sich hervorragend zum Einfrieren. Dazu wird das Kraut zunächst von welken Blättern befreit, gewaschen und trockengetupft. Anschließend kannst Du die Petersilie entweder als kleine Sträußchen zusammenlegen und in Gefrierbeuteln einfrieren oder sie vor dem Verpacken zerkleinern. Kleingehackt lässt sich die Petersilie zusammen mit etwas Wasser auch gut in Eiswürfelbehältern portionieren. Ein Auftauen vor dem Gebrauch ist in der Regel nicht erforderlich, sondern kann vielmehr dazu führen, dass die Blätter wässrig werden und an Aroma verlieren.
Petersilie: Verwendung
Dank ihres frischen Aromas ist Petersilie in der Küche vielseitig einsetzbar und schmeckt sowohl in kalten als auch warmen Speisen. Zur Verfeinerung von Salaten ist insbesondere die glatte Petersilie beliebt. Ein orientalisches Taboulé kommt z. B. ebenso wenig ohne die aromatischen Blättchen aus wie ein klassischer Kartoffelsalat. Aber auch als Bestandteil von Gurken-, Tomaten-, Linsen- oder Kichererbsensalat ist Petersilie perfekt geeignet.
In der warmen Küche wird das aromatische Kraut gern zum Würzen von Kurzgebratenem, Geflügel und Lamm verwendet. Dabei wird es entweder mitgegart, oder verleiht den Fleischgerichten als Füllung oder Saucenkomponente eine frische Note. Auch zu Fisch oder Meeresfrüchten machen Petersilienblätter eine gute Figur.
Wer gerne fleischlos kocht, sollte einmal Petersilien-Pesto probieren. Darüber hinaus bereichert Petersilie Kartoffeln, Wurzelgemüse oder Hülsenfrüchte jeglicher Art. Gesundheits-Fans verarbeiten Petersilie auch gerne in grünen Smoothies, z. B. mit Gurke und Apfel.
Petersilie roh essen
Petersilie lässt sich natürlich sehr gut roh verzehren. Frisch gepflückt ist sie auch besonders nährstoffreich. Nicht essen sollte man allerdings blühende Petersilie, da der Gehalt an Apiol (eine Komponente des ätherischen Öls) zur Blütezeit stark ansteigt. Apiol kann in höheren Mengen konsumiert z. B. allergische Reaktionen auslösen, die Leber belasten und zu Krämpfen führen. Das ist vor allem für schwangere Frauen gefährlich. Auch die Samen der Petersilie enthalten größere Mengen Apiol, weshalb diese ebenfalls nicht zum Verzehr geeignet sind.
Petersilie: Zubereitung
Wer Petersilie auf dem Balkon oder im Garten angepflanzt hat, sollte die Blätter und Stiele am besten am späten Vormittag ernten, wenn der Tau langsam abgetrocknet ist. Mit der Mittagssonne verflüchtigt sich nämlich zunehmend das ätherische Öl, sodass die Petersilie ein wenig an Aroma verliert.
Nachdem die Blätter oder Zweige abgeschnitten sind, werden sie zunächst unter fließendem Wasser gründlich gereinigt und anschließend trockengetupft. Je nach Rezept und Vorliebe kann die Petersilie dann entweder direkt verwendet oder vorab kleingehackt werden.
Ist die Ernte üppig ausgefallen, lässt sich Petersilie auch wunderbar trocknen und zu einem späteren Zeitpunkt verwenden. Schneide dazu am besten die ganzen Stängel mit einer Schere oder einem scharfen Messer ab und sortiere gelbe und kranke Blätter aus. Damit möglichst viele Nährstoffe und Aromen erhalten bleiben, ist eine schonende Trocknung ideal. Binde dafür die Triebe zu kleinen Sträußchen zusammen und hänge sie kopfüber in einen 20-30 °C warmen, dunklen und trockenen Raum. Sobald die Blätter rascheln und die Stiele leicht zu brechen sind, ist das Gewürz ausreichend getrocknet und kann in einem luftdicht verschließbaren, dunklen Behälter bis zu zwei Jahre gelagert werden. Schneller geht der Trocknungsvorgang im Backofen. Platziere die Petersilie dazu gut verteilt auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und lasse sie dann im Ofen auf niedrigster Stufe bei offener Backofentür trocknen.
Tipp: Zerreibe getrocknete Petersilienzweige nicht schon vor dem Verpacken, sondern erst kurz vor der Verwendung. So bleibt das Aroma während der Lagerung besser erhalten.
Rezepte mit Petersilie
Petersilie: Botanische Infos und Tipps
Nach all der Warenkunde und den Betrachtungen der Petersilie mit Blick auf die Ernährung, stellen wir Dir die Pflanze hier noch aus botanischer Sicht vor.
Petersilie Steckbrief
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Deutscher Name
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Petersilie
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Lateinischer Name
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Petroselinum crispum
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Synonyme
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Peterle, Peterling, Steinsellerie
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Pflanzenfamilie
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Apiaceae (Doldenblütler)
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Pflanzengattung
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Petroselinum (Petersilie)
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Heimat
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Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, heute weltweit verbreitet
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Standort
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halbschattig bis sonnig; bevorzugt geschützte Standorte mit mäßiger Luftzirkulation
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Boden
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nährstoffreich, humos, durchlässig und feucht; bevorzugt leicht saure bis neutrale Böden mit einem pH-Wert von 6 bis 7
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Pflanzzeit
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Aussaat von März bis Juni; im Frühjahr direkt ins Freiland oder vorgezogen im Gewächshaus
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Pflanzabstand
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20 bis 30 cm
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Wasserbedarf
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hoch; regelmäßiges, gleichmäßiges Gießen ist wichtig, Staunässe jedoch vermeiden
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Dünger
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bedarf mäßiger Düngung; organischer Dünger wie Kompost oder Kräuterdünger wird bevorzugt, insbesondere vor der Aussaat
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