Oregano: Nährwerte, Kalorien, Inhaltsstoffe, Zubereitung
Oregano: „Hättest Du’s gewusst?“
Was ist Oregano?
Oregano (bot. Origanum vulgare) ist ein beliebtes Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler, zu der auch Rosmarin, Salbei und Thymian gehören. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, wird das buschige Kraut mit den leicht behaarten, eiförmig zugespitzten Blättern heute fast überall auf der Welt angebaut. Wild wächst Oregano gerne an Berghängen und sonnigen Waldrändern, kann aber auch wunderbar im eigenen Garten oder auf dem Balkon angepflanzt werden. Mit beginnender Blüte in den Sommermonaten schmeckt er am würzigsten, da dann der Gehalt an ätherischem Öl seinen Höhepunkt erreicht. Interessanterweise wird Oregano, der hierzulande auch als wilder Majoran oder echter Dost bekannt ist, erst seit rund 200 Jahren als Gewürzkraut verwendet. Als Heilpflanze wurde das aromatische Kraut hingegen schon von den alten Römern und Griechen geschätzt und z. B. als Teezubereitung zur Entspannung von Magen und Darm verwendet.
Oregano: Kalorien & Nährwerte
Oregano enthält zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Da er aber meist nur in kleinen Mengen zum Würzen genutzt wird, können diese nur einen geringen Beitrag zur Bedarfsdeckung leisten. Hervorzuheben sind daher vielmehr die enthaltenen Polyphenole und das ätherische Öl, das nicht nur für das kräftige Aroma sorgt, sondern darüber hinaus vielseitige gesundheitsförderliche Eigenschaften besitzt. Oregano überzeugt durch folgende Nährwerte:
Nährwerttabelle Oregano: Durchschnittliche Nährwerte pro 100 g
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Energie
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300 kJ (72 kcal)
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Wasser
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82,33 g
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Eiweiß
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2,2 g
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Fett
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2 g
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Kohlenhydrate
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9,7 g
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Ballaststoffe
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2,52 g
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Mineralstoffe
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1 g
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Oregano: Inhaltsstoffe
Top-Inhaltsstoffe von Oregano
Oregano enthält je nach Sorte bis zu 4 % ätherisches Öl, das u. a. aus Thymol und Carvacol besteht. Diesen werden neben antibakteriellen und anti-septischen Eigenschaften v. a. entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt.
Bitterstoffe haben eine verdauungsfördernde Wirkung, da sie die Bildung von Verdauungssäften wie Gallen- und Magensäure anregen können.
Flavonoide (eine Untergruppe der Polyphenole) wie Luteolin und Apigenin zeichnen sich insbesondere durch ihre anti-oxidativen Eigenschaften aus. Gleichzeitig wird diesen sekundären Pflanzenstoffen ein vielversprechendes Potenzial zur möglichen Prävention chronischer Erkrankungen wie Diabetes zugesprochen.
Das steckt in 100 g Oregano
*Das P/S-Verhältnis beschreibt das Verhältnis von mehrfach ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren in der Ernährung (englisch: Polyunsaturated/Saturated). Ein idealer Wert liegt bei 1,0.
Ist Oregano gesund?
Oregano enthält viele gesunde Nährstoffe, darunter B-Vitamine, Vitamin C, Calcium und Eisen. Aufgrund der geringen Verzehrmenge sind es eher die besonderen sekundären Pflanzenstoffe und das ätherische Öl, die das aromatische Gewürz für unser Wohlergehen so spannend machen. Im Fokus der Wissenschaft steht z. B. das enthaltene Beta-Caryophyllen, das für das leicht pfeffrige Aroma des Oregano verantwortlich ist. Forscher fanden heraus, dass die Substanz aus der Gruppe der Terpene herausragende entzündungshemmenden Eigenschaften besitzt, die zur Prävention und Therapie verschiedener chronischer Erkrankungen wie Diabetes, nicht-alkoholische Fettleber oder Erkrankungen des Nervensystems von Interesse sein könnten. Auch Gerbstoffe, wie sie im Oregano zu finden sind, entfalten anti-entzündliche Effekte und werden in der Pharmazie u. a. in entzündungshemmenden und wundheilungsfördernden Arzneimitteln eingesetzt.
Das ätherische Öl, Gerb- und Bitterstoffe regen zudem die Produktion von Verdauungssäften an, sodass die Zugabe von Oregano gerade bei deftigen Speisen die Verdauung unterstützen kann. Bei Menschen, die starken körperlichen Belastungen ausgesetzt waren, konnte die Verabreichung eines Oregano Extraktes ferner oxidativen Stress reduzieren und die Muskelregeneration fördern.
Gut zu wissen: Gerebelter Oregano war in der Vergangenheit häufig stark mit Pestiziden belastet. Daher kann es sich lohnen, Oregano im Garten oder auf der Fensterbank selbst zu ziehen, anstatt das Gewürz getrocknet und abgepackt im Supermarkt zu kaufen.
Verschiedene bioaktive Substanzen im Oregano besitzen antibakterielle und antifungizide Eigenschaften, deren tatsächliche Bedeutung für die menschliche Gesundheit noch nicht eindeutig erforscht ist.
Oregano: Lagerung
Frischer Oregano hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks nur wenige Tage. Daher ist es empfehlenswert, ihn nach dem Kauf oder der Ernte möglichst bald zu verwenden. Für eine bessere Lagerung kannst Du die Kräuter in ein feuchtes Tuch wickeln oder nach dem Waschen leicht feucht in einen Gefrierbeutel legen. Alternativ lässt sich ein ganzer Bund oder einzelne Stängel wie Blumen in einem Glas Wasser aufbewahren.
Um die Haltbarkeit von Oregano zu verlängern, bietet sich das Trocknen an. Im Gegensatz zu manch anderen Kräutern büßt Oregano dabei auch nicht sein Aroma ein. Am einfachsten gelingt dies, indem Du die Zweige zu kleinen Sträußen zusammenbindest und an einem warmen, trockenen Ort aufhängst. Für eine schnellere Methode kannst Du die Zweige auch auf einem Backblech ausbreiten und bei 40–50 °C rund 1–2 Stunden im Ofen trocknen. In dunklen, gut verschließbaren Gläsern bleiben die getrockneten Kräuter mindestens ein Jahr lang haltbar. Eine ähnlich lange Lagerungsfähigkeit hat Oregano, wenn Du ihn einfrierst.
Oregano einfrieren
Erntefrische Oreganoblätter lassen sich sehr gut einfrieren, wenngleich sie dadurch ein wenig an Aroma verlieren können. Vor dem Einfrieren sollte das Kraut zunächst gründlich gewaschen und trockengetupft werden. Anschließend lassen sich die Blätter sehr gut mit etwas Wasser im Eiswürfelbehälter portionieren. Alternativ kannst Du sie natürlich auch einfach in einer Gefriertüte oder Dose im Gefrierschrank platzieren.
Oregano: Verwendung
Oregano ist quasi ein Muss für jede Pizza; und auch in Pasta Saucen darf das würzige Kraut nicht fehlen. Wer hier ein wenig Abwechslung für die Geschmacksknospen haben möchte, kann es einmal mit Variationen wie dem griechischen Oregano, dem Blumen-Oregano oder dem scharfen Oregano versuchen.
Neben Pizza und Pasta lassen sich natürlich noch eine Reihe weiterer Gerichte mit Oregano aufpeppen. In Italien wird das Gewürz zum Beispiel auch zum Verfeinern von Schmorgerichten, Schweinebraten, Fisch, Meeresfrüchten, Suppen und Saucen verwendet. In der griechischen und spanischen Küche ist Oregano ebenfalls von großer Bedeutung. Doch auch zu klassisch deutschen Gerichten wie Bratkartoffeln oder Rührei macht sich das aromatische Kraut gut. Mediterran würzen lassen sich zudem allerlei Gemüsegerichte. Insbesondere Süßkartoffeln, Zucchini, Paprika, Tomaten und Auberginen harmonieren wunderbar mit der intensiven, leicht pfeffrig-bitteren Note. Frischen Oregano gibst Du aufgrund seines intensiven Geschmacks am besten erst gegen Ende der Garzeit zu. Die getrocknete Variante kann zwar mitgekocht werden, sollte aber etwas sparsamer dosiert werden.
Gut zu wissen: Oregano lässt sich sehr gut mit anderen mediterranen Kräutern wie Thymian, Salbei, Rosmarin und Basilikum kombinieren. Daher findest Du es auch als Bestandteil vieler bekannter Kräutermischungen, darunter „Italienische Kräuter“, „Pizzagewürz“ oder „Kräuter der Provence“.
Oregano roh essen
Da Oregano durch den Trocknungsvorgang keinerlei Geschmack verliert, wird er häufig als getrocknetes, gerebeltes Gewürz verwendet. Er ist aber natürlich auch roh verzehrbar und schmeckt so in Rohkostsalaten und Soßen besonders gut. Wasche die Zweige und Blättchen vor dem Verzehr aber gründlich und setze beim Kauf möglichst auf Bioqualität, um eine Belastung mit Rückständen möglichst zu vermeiden.
Oregano: Zubereitung
Frischer Oregano ist ganz schnell für den Einsatz in der Küche bereit. Schneide zunächst die Triebspitzen des Strauches ab und reinige sie unter fließendem Wasser. Lasse sie anschließend ein wenig trocknen oder schüttele sie trocken. Achte dabei darauf, dass Du nicht zu viel Druck auf die empfindlichen Blättchen ausübst, denn sonst bekommen sie schnell braune Druckstellen. Möchtest Du die Stiele nicht mitverwenden, kannst Du die Blätter im nächsten Schritt einfach vom Stiel abstreifen und weiterverwenden.
Wer größere Mengen Oregano im Garten hat und diese trocknen möchte, wartet mit der Ernte am besten bis zur Vollblüte im Juli/August, denn dann besitzt das Würzkraut die meisten Aromastoffe. Neben der Trocknung im Ofen, wie oben erwähnt, eignet sich auch der Dörrautomat zum Trocknen. Lege die einzelnen Blätter einfach auf das Dörrgitter und lass sie bei 35–40 °C für rund 4–5 Stunden trocknen.
Wer aromatische Öle mag, kann den Geschmack des Oregano auch in Form eines Öls konservieren. Das ätherische Öl der Blätter ist nämlich fettlöslich, sodass es zum Teil in das Öl übergeht und für ein besonderes Geschmackserlebnis sorgt. Um Oregano-Öl selbst herzustellen, benötigt man lediglich drei bis vier frische Triebe des Gewürzkrautes, 500 ml hochwertiges Olivenöl sowie eine saubere verschließbare Flasche. In diese gibst Du die gewaschenen und getrockneten Triebe hinein und füllst sie anschließend mit Olivenöl auf. Wichtig ist, dass alle Triebe und Blätter vollständig mit Öl bedeckt sind. Ist dies der Fall, verschließe die Flasche gut und lasse das Öl an einem trockenen, kühlen Ort zwei bis drei Wochen ziehen. Danach werden die Pflanzenteile abgesiebt und das Öl in eine saubere Flasche umgefüllt und verschlossen. Kühl und dunkel aufbewahrt, hält sich das Oregano-Öl rund sechs Wochen.
Rezepte mit Oregano
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Laktosefrei
Oregano: Botanische Infos und Tipps
Nach all der Warenkunde und den Betrachtungen des Oreganos mit Blick auf die Ernährung, stellen wir Dir die Pflanze hier noch aus botanischer Sicht vor.
Oregano Steckbrief
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Deutscher Name
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Oregano
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Lateinischer Name
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Origanum vulgare
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Synonyme
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Wilder Majoran, Echter Dost
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Pflanzenfamilie
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Lamiaceae (Lippenblütler)
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Pflanzengattung
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Origanum (Dost)
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Heimat
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Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, heute weltweit verbreitet
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Standort
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sonnig und warm
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Boden
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nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich, gut durchlässig, trocken bis leicht feucht; bevorzugt leicht alkalische bis neutrale Böden mit einem pH-Wert von 6 bis 8
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Pflanzzeit
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Frühjahr (April bis Mai); Aussaat oder Pflanzung nach den letzten Frösten
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Pflanzabstand
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20 bis 30 cm
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Wasserbedarf
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mäßig; Oregano bevorzugt trockene bis leicht feuchte Böden und verträgt Trockenheit besser als Staunässe
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Dünger
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geringer Nährstoffbedarf; gelegentlich organische Düngung wie Kompost, aber sparsam, da ein nährstoffarmer Boden das Aroma verstärkt
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